Glasschnitt

Nach Skizzen auf Papier werden Pappschablonen für die Umrisse der einzelnen Glasteile gefertigt. Nach diesen Schablonen werden die gewünschten Formen mit einem Filzstift auf das Glas übertragen.
Mit einem Glasschneider werden die einzelnen Teile herausgearbeitet. Die Schwierigkeit liegt darin, das Glas so anzuschneiden, daß es entlang der vorgesehenen Linien bricht, denn Glas kann nicht wie mit einer Säge ausgeschnitten werden, sondern man muß sich durch mehrere Schnitte an die gewünschte Form heranarbeiten.
Die Glasteile werden anschließend mit einer speziellen Zange gebrochen.
Danach werden die gebrochenen Teile mit einem Diamantschleifer geschliffen, damit eine gleichmäßig angerauhte Kante entsteht.

Zusammenfügen

Zur Vorbereitung des Zusammenfügens der Glasteile wird eine selbstklebende Kupferfolie auf die geschliffenen Kanten geklebt. Die so präparierten Teile werden dann miteinander verlötet. Zuvor aufgebrachte Flußmittel helfen dabei, daß sich das Lötzinn gut verteilt, um eine möglichst gleichmäßige Fuge und eine glatte Oberfläche zu erreichen.

    Löten

    Löten ist ein thermisches Verbindungsverfahren und in der Definition von dem verwandten Fügeverfahren Schweißen genau getrennt. Nach DIN 8505 " Löten, Begriffe " ist Löten ein Verfahren zum stoffschlüssigen Fügen von Werkstoffen, wobei eine flüssige Phase durch Schmelzen eines Lotes entsteht. Der Grundwerkstoff wird dabei nicht angeschmolzen. Darin besteht ein wesentlicher Unterschied zum Schweißen, denn beim Schweißen wird auch das zu verbindende Grundmaterial aufgeschmolzen. Außerdem müssen Schweißzusätze meist streng materialspezifisch eingesetzt werden, Lote sind dagegen weitgehend unabhängig von den jeweiligen Grundwerkstoffen auswählbar.

    Löten kann nach der Höhe der Arbeitstemperatur und der Form der Lötstelle in zwei Gruppen eingeteilt werden.
    Die Arbeitstemperatur ist die niedrigste Temperatur an der Oberfläche der zu verbindenen Werkstoffen, bei der das Lot sich ausbreiten und binden kann.
    Bei Arbeitstemperaturen unterhalb von 450C spricht man vom Weichlöten, bei Arbeitstemperaturen oberhalb von 450C vom Hartlöten und bei Temperaturen oberhalb von 900C, im Vakuum oder unter Schutzgas, vom Hochtemperaturlöten. Je höher die Arbeitstemperatur ist, umso größer ist die Festigkeit der Lötverbindung. Für die Wahl des Lötverfahren spielen aber neben der mechanischen Beanspruchung der Verbindung auch wirtschaftliche Überlegungen, die Wärmeempfindlichkeit der zusammengefügten Teile und die Betriebstemperatur der Werkstücke eine Rolle.
    Für meine Objekte verwende ich ausschließlich das Weichlötverfahren.
    Lötspaltformen: Wenn der Lotstoß als parallelwandiger Spalt mit einer Breite zwischen 0,02 und 0,20mm ausgebildet ist, spricht man vom Spaltlöten. Wenn der Lötstoß jedoch als nicht parallelwandige Fuge (z.B. als V- oder X-Fuge) ausgebildet ist, oder wenn der Abstand zwischen den zu verbindenden Teilen größer als 0,20mm ist, spricht man vom Fugenlöten. Beim Fugenlöten wird die Fuge tropfenweise mit Lot gefüllt. Soll mit dem Lot eine Werkstoffoberfläche beschichtet werden, spricht man von Auftraglötung (Verzinnen).

    Lote und Flussmittel
    Lote sind eine als Zusatzwerkstoff zum Löten geeignete Legierung oder ein reines Metall in unterschiedlichen Formen (Drähte, Stäbe, Bänder, Körnung, Pasten oder Formteile). Bei der Auswahl des Lotes sind die Werkstoffeigenschaften der zu lötenden Teile (z.B. Temperaturempfindlichkeit), die Gebrauchsanforderungen an das gelötete Werkstück (z. B. Druck, Temperatur) und das angewendete Lötverfahren (z. B. Handlötung, Maschinenlötung) zu beachten.
    Flußmittel sind Lösemittel für Metalloxide. Sie halten die Lötflächen während des Lötvorganges oxidfrei, weil Lote nur auf metallisch reinen Oberflächen benetzen, verlaufen und binden. Flußmittel werden abhängig von den Grundwerkstoffen und der Arbeitstemperatur des Lotes ausgewählt.

Patinieren

Dann wird das verlötete Glasobjekt abgewaschen und im nächsten Arbeitsschritt wird das Lötzinn patiniert. Da die Patina einen matten Farbton bewirkt, kann man durch Aufbringen einer dünnen Lackschicht -wenn gewünscht- einen glänzenden Ton erzielen.